Wie ökologisch sind Stoffwindeln?
Allen Elter:n stellt sich früher oder später die Frage, womit möchten sie ihr Kind wickeln? Inzwischen ist das Angebot, sowohl bei Einweg- als auch bei Stoffwindeln ausgesprochen groß. Nach welchen Kriterien wählt man nun also die optimale Wickelmöglichkeit für das eigene Kind aus?
Hier spielen zahlreiche (individuelle) Faktoren eine Rolle. Beim Abwägen zwischen der Einweg- und Stoffwindeln kommt (gerne auch aus der Bekanntschaft) die Ökobilanz auf den Tisch. Sind Stoffwindeln denn wirklich so nachhaltig? Wie sieht es denn aus mit dem Waschen, der Energie, dem Wasserverbrauch?
Hier wird als Referenz gerne eine britische Studie aus dem Jahr 2005 hergenommen. Leider mangelt es auch 16 Jahre später noch an aktuelleren und detaillierteren Studien. Diese Studie kam zu dem Schluss, dass Stoffwindeln und Wegwerfwindeln hinsichtlich CO2 Verbrauch bei 2,5 Jahren Wickelzeit in etwa gleich auf liegen. Doch schauen wir einmal genauer in die Studie (hier). Leider lagen für die Stoffwindelparameter keine echten Erfahrungswerte aus stoffwickelnden Familien vor und man nahm an, dass das Wickelkind ausschließlich mit voluminösen, stark saugenden Höschenwindeln gewickelt wurden. Diese Höschenwindeln wurden ausschließlich in halb gefüllten Waschmaschinen der Energieeffizienzklasse B-A gewaschen. Die Höschenwindeln wurden aus konventioneller Baumwolle gefertigt und nur von einem Wickelkind verwendet, außerdem wurde jede Windelwäsche im Trockner getrocknet.

Die Ökobilanz von Einwegwindeln können wir als Konsumenten leider nicht weiter verändern, während wir durch unser Verhalten hinsichtlich Stoffwindeln deren Ökobilanz sehr stark verbessern können, z.B.:
* Nutzung von Rohstoffen aus kontrolliert biologischer Herkunft
* Verkürzung der Transportwege durch regionale Fertigung der Stoffwindeln
* Verwendung einer modernen energie- und wassersparenden Waschmaschine
* Nutzung umweltverträglicher Waschmittel
* Bezug von Ökostrom

Weiterhin können die Stoffwindeln noch von weiteren Kindern genutzt werden, dem Kind kann hin und wieder das “Abhalten” angeboten werden und im Sommer kann die Windelwäsche auch wunderbar auf der Leine getrocknet werden.

Ebenfalls sollte beachtet werden, dass auch die Herstellung von Einwegwindeln sehr viel Wasser und Energie verbraucht. Die Transportwege zwischen Produktion und Endverbraucher sind meist lang. Die Herstellung der synthetischen Bestandteile der Einwegwindeln ist oft sehr ressourcenaufwendig und umweltbelastend. Zusätzlich zu den höheren Anschaffungskosten müssen auch die Entsorgungskosten für die Wegwerfwindeln berücksichtigt werden. So fallen für jedes einzelne Wickelkind etwa 5000 Wegwerfwindeln an, diese entsprechen einer Tonne Restmüll, die idR. verbrannt werden müssen. Dabei dürfen Stuhl und Urin in Deutschland ausschließlich über das Abwassersystem entsorgt werden und sollten nicht in den Restmüll gelangen.
Leider geben die Hersteller von Wegwerfwindeln deren genaue Zusammensetzung selten an. So enthalten Einwegwindeln oft hormonverändernde Weichmacher im Plastik, Lotionen, Parfüme und natürlich Superabsorber, welche die durchlässige Babyhaut belasten.

Wir bei Windelinge achten auf eine transparente Herstellung in unserer Werkstatt in Osnabrück. So sorgen wir für kurze Transportwege und eine ressourcenschonende Produktion. Windelinge werden ausschließlich mit Ökostrom produziert und bestehen zu 100% aus Rohstoffen aus kontrolliert biologischer Herkunft. So können wir sicher gehen, dass alle Bestandteile absolut unbedenklich für die zarte Babyhaut sind. Durch unser Baukastensystem für die Saugeinlagen, wird immer nur so viel Wäsche produziert, wie absolut nötig ist, die faltbaren Einlagen trocknen schnell. Die wunderschönen Außenstoffe werden nach höchsten ökologischen und sozialen Standards bedruckt oder gefärbt und schonen so ebenfalls die Umwelt. So macht das Wickeln Freude und gibt euch und eurem Kind ein gutes Gefühl, das Beste für Umwelt und Gesundheit zu tun.